• „Sehen keine BVB-Krise!“ – alles zur S04-PK

    Was haben Trainer Domenico Tedesco und Sportvorstand Christian Heidel vor dem Derby beim BVB gesagt? Wir haben die wichtigsten Aussagen notiert.

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    Trainer Domenico Tedesco über …

    • … das Derby-Fieber: Wir freuen uns natürlich auf das Spiel. Der Fußball lebt von Emotionen, auf Schalke sowieso. Derbys sind sowieso schön, vor allem, wenn sie fair ablaufen. Rivalität spielt eine große Rolle und davon lebt der Fußball.
    • … die Vorbereitung auf den BVB, der Probleme hat: Grundsätzlich bereiten wir jedes Spiel gleich vor, unabhängig davon, dass es ein Derby ist. Ansonsten würde es ja bedeuten, dass wir die anderen Spiele nicht zu 100 Prozent vorbereiten. Ansonsten zum Gegner: Ich finde es etwas übertrieben. Vor ein paar Wochen, unter anderem nach dem Kantersieg über Mönchengladbach, hat sich jeder gefragt, wie man den BVB stoppen will. Dortmund hat starke Spieler und hat eine gute Mannschaft.
    • … die Bedeutung des Spiels: Als Kind und Jugendlicher habe ich Derbys auch verfolgt, da bekommt man Einiges mit. Ansonsten sind mir zahlreiche Leute begegnet, die schon zu Beginn der Saison gesagt haben „Trainer, Hauptsache Du gewinnst das Derby. Alles andere ist scheiß egal“ (lächelt).
    • … die derzeitige Gefühle: Platz zwei ist unwichtig, das haben wir mehrmals betont. Die Tabelle ist sehr eng. Vor dem HSV-Spiel waren wir eher Richtung Platz fünf, sechs unterwegs. Wir vertrauen uns allen gegenseitig und das ist eine gute Sache. Ich fühle mich wohl.
    • … das Personal: Bis auf Insua und Bentaleb sind alle im Trainingsbetrieb. Leon Goretzka hat Mittwoch alles mitgemacht, allerdings häufig als neutraler Spieler, der weniger Zweikämpfe gespielt hat. Heute wird und soll er alles mitmachen. Benjamin Stambouli wurde aus reiner Vorsicht am Mittwoch herausgenommen, obwohl der Arzt gesagt hat, er könne mitmachen. Heute kann er aber alles zu 100 Prozent mitmachen.
    • … Stimmung in der Kabine: Ich merke tatsächlich nicht etwas Anderes als sonst. Wir reden weiterhin über die gleichen taktischen Inhalte, die wir uns vornehmen wollen.
    • … den Alltag vor dem Derby: Montagfrüh war ich Brötchen kaufen. Alle sind sehr freundlich zu mir, aber im Moment ganz besonders (lacht). Es macht Spaß hier zu leben und zu arbeiten, speziell in solchen Momenten.
    • … Leon Goretzka: Es ist nicht so, dass meine Strategie ist, verletzte Spieler immer nur langsam aufzubauen. Man muss das individuell betrachten. Manche können nur laufen, manche nur Fahrrad fahren, manche müssen peu à peu aufgebaut werden. Leon hat nicht viel verloren in den letzten Wochen, weil er immer was machen konnte. Er ist eine Option für die Startelf, müssen aber abwarten, wie er die nächsten zwei Einheiten noch verarbeitet.
    • … Verunsicherung des BVB: Wir sehen keine Krise beim BVB. Wir sehen, dass Dortmund über weite Phasen stabil und gut spielt, mit einer Top-Mannschaft und vielen Spielern mit hohem Tempo. Wir müssen unser Team darauf vorbereiten, wie wir es sonst auch immer tun.
    • … das System von Peter Bosz: Das System ist nicht entscheidend, das haben wir auch bei uns betont. Es gehört immer eine gewisse Interpretation dazu.
    • … das Abschlusstraining: Ich glaube ich brauche nicht hoffen, dass viele Fans kommen. Die werden auch ohne kommen (lacht). Es ist eine schöne Sache, so etwas zu erleben, wie es schon einmal hier vor einem Derby war. Das ist nicht selbstverständlich, aber es ist schön, das gehört zu Schalke.
    • … Schlüssel zum Erfolg: Emotionale Intelligenz. Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und dürfen nicht übermütig werden. Wir müssen hart arbeiten und laufen, unsere Kompaktheit nicht verlieren. Im Ballbesitz haben wir gewisse Ideen.
    • … die Möglichkeit, solch ein Spiel zu genießen: Ich versuche jede Situation zu genießen, das gelingt mir häufig. Ich versuche immer positive Gedankengänge zu haben. Die hatte ich auch bei der Niederlage in Hannover.
    • … sein italienisches Temperament: Ich bin zwar Italiener, aber in Deutschland aufgewachsen. Ich habe ein sehr gutes Trainer-Team und wir arbeiten sehr sachlich. Klar lebe ich das Spiel und nach einer Partie tut mir der 4. Offizielle auch immer leid und ab und zu muss ich mich auch entschuldigen (lächelt). Aber wichtig ist, dass ich ich bleibe.
    • … Amine Harit: Wir haben einen kompakten, guten, kleinen Kader. Da spürt jeder, dass er eine Chance hat und das ist wichtig. Das macht uns auch ein Stück stark. Amine war mit einer leichten Verletzung bei dem Länderspiel mit Marokko, das war aber in Absprache mit uns. Er wollte in einem entscheidenden Spiel mitwirken. Er konnte aber nicht spielen und hat bei uns nur nach und nach trainiert und deswegen hat er in Freiburg und gegen HSV nicht helfen können, weil er nicht bei 100 Prozent war.

    Sportvorstand Christian Heidel über …

    • … Domenico Tedesco: Ich habe glaub ich schon häufiger gesagt, dass der Trainer die wichtigste Person im Verein ist. Der Trainer hat den direkten Einfluss auf die Mannschaft. Ich bin niemand, der den zweiten Platz überbewertet. Aber Fakt ist, dass das ein großer Verdient von ihm und seinem Team ist. Die Mannschaft setzt Vieles von dem um, was er will und daher bin ich optimistisch, dass es so weitergeht.
    • … einen möglichen Machtwechsel im Pott: (lächelt) Momentan hat unser Erfolg überhaupt nichts mit einem Machtwechsel zu tun. Wir beschäftigen uns auch überhaupt nicht mit so etwas. Wir wollen den Klub nach vorne bringen. Unser Ziel ist es nicht, uns mit dem BVB zu beschäftigen, wir haben genügend eigene Aufgaben. Außerdem können wir nichts in Dortmund beeinflussen. Natürlich ist es schön, vor dem BVB zu stehen. Aber wir freuen uns auch am Ende über Platz vier, wenn der BVB einen Platz vor uns ist. Aber derzeit haben wir erst zwölf Spiele hinter uns.
  • Heimsieg über HSV beschert Schalke Platz zwei

    Der FC Schalke 04 hat mit 2:0 (1:0) gegen den HSV gewonnen. Nach dem Elfmetertreffer von Franco Di Santo in der 17. Minute, traf Guido Burgstaller nach 77 Minuten zum 2:0. Durch den verdienten, aber auch hart erkämpften Erfolg, klettert der FC Schalke am 12. Spieltag auf Platz zwei der Tabelle. Die Hamburger spielten zu Beginn der zweiten Halbzeit 30 Minuten lang stark auf und verpassten den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Schalker hingegen zeigten sich wie so oft in den vergangenen Pflichtspielen: unspektakulär, aber effektiv und unter dem Strich erfolgreich (Foto: dpa).

  • Halbzeit: Erster Di Santo-Treffer seit März 2016

    Der FC Schalke 04 führt nach 45 Minuten mit 1:0 gegen den HSV. Nach 17 Minuten traf Franco Di Santo per Elfmeter, nachdem zuvor Yevhen Konoplyanka gefoult worden war. Für Di Santo war es der erste Bundesliga-Treffer seit März 2016 – oder seit 1.054 Minuten! Die Führung für die Schalker ist verdient, wenngleich die Hamburger sich alles andere als tief hinten einigeln und stattdessen versuchen aktiv am Spiel teilzunehmen. Doch Schalke-Torwart Ralf Fährmann musste noch nicht einmal ernsthaft eingreifen, während die Königsblauen durch Weston McKennie (zweimal) und Konoplyanka sehr gute Torchancen hatte (Foto: dpa).

  • McKennie statt Goretzka: So spielt S04 gegen den HSV

    14.30 Uhr: Soeben wurde der Kader der Königsblauen bekanntgegeben, mit dem sie gegen den HSV antreten. Die Namen aus der Startelf würden wir zu folgender Formation zusammensetzen:

    Fährmann – Stambouli, Naldo, Kehrer – Caligiuri, Meyer, Oczipka – McKennie, Konoplyanka – Burgstaller, Di Santo

    Auf der S04-Bank sitzen: Nübel (TW), Nastasic, Coke, Reese, Schöpf, Harit, Embolo

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  • Die PK-Aussagen: Goretzka trainiert heute nicht

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    Am Sonntag empfängt der FC Schalke 04 um 15.30 Uhr (live auf Sky und im Live-Ticker unter www.buzz04.de) den Hamburger SV. Dazu lud der Klub am Freitag um 11 Uhr zu einem Mediengespräch ein. Wir haben die Aussagen notiert.

    Trainer Domenico Tedesco über …

    • … das Personal: Bei der letzten Untersuchung bei Leon Goretzka gab es klar eine Verbesserung. Ganz optimal ist es aber nicht und nicht komplett verheilt und von daher schauen wir von Tag zu Tag. Heute wird er auf jeden Fall nicht mittrainieren, ansonsten müssen wir morgen mal schauen. Ansonsten fallen bekanntlich Pablo Insua und Nabil Bentaleb aus.
    • … HSV-Shootingstar Jan-Fiete Arp: Für einen Trainer ist es immer schön, wenn man guten Fußball und gute Fußballer sehen kann. Dazu zählt er dazu. Ein sehr, sehr spannender Spieler.
    • … den HSV: Zum Entwicklungsstand kann ich nichts sagen, das steht mir nicht zu. In den ersten Spielen waren sie sehr gut, gegen Bayern nur knapp 0:1 verloren und gegen Stuttgart gewonnen. Sie pressen sehr gut und haben vor allem starke Balleroberer und eine gute und schnelle Offensive.
    • … die Länderspielpause: Wir hatten einige Spieler nicht dabei, also nichts Neues und daher einen eher kleinen Kader. So konnten wir dem einen oder anderen auch mal eine Pause geben und ihn individuell arbeiten lassen. Es ging auch darum an Sachen zu arbeiten, die zuletzt weniger gut waren.
    • … Benjamin Stambouli: Benji ist vor allem sehr intelligent und reflektiert viel. Er fragt viel nach, während des Trainings und auch unter vier Augen. Dazu kann er variabel spielen, hat einen gewissen Punch im Zweikampf.
    • … die nächste Änderung beim Thema Videobeweis: Das Thema gehört ja mit zu meinem Beruf. Aber wir schieben es beiseite und schauen einfach, was passiert.
    • … Weston McKennie: Wir haben sein USA-Spiel gesehen und seine Leistung positiv bewertet. Wir haben ihm natürlich ein Kompliment ausgesprochen und das werde ich unter vier Augen auch wiederholen.
    • … einen Goretzka-Ersatz: Schöpf und McKennie sind zwei Optionen. Meyer auf der Acht und Stambouli auf der Sechs gibt es noch mehr Möglichkeiten. Kono kann auch auf der Acht spielen. Es gibt also viele Möglichkeiten.
    • … das Derby nächste Woche: Wir sind zu 100 Prozent beim HSV und der BVB spielt noch gar keine Rolle. Falls wir das bei den Spielern merken würden, dass sie an das Derby denken, dann löschen wir wir das sofort (lächelt). Es wäre fahrlässig jetzt nur minimal an etwas anderes als an den HSV zu denken. Ansonsten erlebst du dein blaues Wunder und hast keine Chance gegen den nächsten Gegner.

    Sportvorstand Christian Heidel über …

    • … Profi-Schiedsrichter: 100 Prozent Amateure sind die jetzigen Schiedsrichter ja auch nicht, wenn man bedenkt, wie sie bezahlt werden. Außerdem: Was ändert sich dadurch? Der jetzige Schiedsrichter will doch dadurch nicht noch besser werden, er macht es doch jetzt schon so gut, wie es geht. Aber klar ist: In Sachen Videobeweis ist es so, dass ich meine Steuererklärung fast besser verstehe (lächelt).
  • HSV-Stratege fällt auf Schalke aus

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    Albin Ekdal wird dem HSV am Sonntag beim Spiel auf Schalke nicht zur Verfügung stehen. Das teilten die Hanseaten soeben mit. Eine Faszienverletzung im rechten Oberschenkel (zugezogen mit der schwedischen Nationalmannschaft im Hinspiel gegen Italien) macht einen Einsatz unmöglich.